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Corona-Überbrückungshilfe wird verlängert!

Überbrückungshilfe geht in die Verlängerung - Phase 2 startet voraussichtlich im Okober 2020

Die Überbrückungshilfe geht in die Verlängerung

Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober gestellt werden.

Wichtig: Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) müssen spätestens bis zum 30. September 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 30. September 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

Hier geht es zum Antragsportal des BMWi  mit allen aktuellen Informationen. Der  Leitfaden für Antragserfassende hat inzwischen 79 Seiten - aber keine Sorge: Ihre registrierten bpw-Berater finden sich mit Ihnen da durch. Die ersten Anträge sind raus und auch schon bewilligt. Für andere gilt: gut Ding will Weile haben, wenn die Verhältnisse etwas komplexer sind. Aber die Fälle sind auf einem guten Weg. Bei Bedarf sprechen Sie uns jederzeit an. Wir helfen Ihnen gerne auch bei den Vorprüfungen.

Antragsfrist für Überbrückungshilfen bis zum 30. September 2020 verlängert

ANTRAGSFRIST FÜR ÜBERBRÜCKUNGSHILFEN VERLÄNGERT

meldet die Bundessteuerberaterkammer in einer Pressemittelung vom 31.07.2020. Die Bundes­regierung hat die Antragsfrist für die Überbrückungs­hilfen um einen Monat verlängert, so dass durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Unternehmen dieses staatliche Hilfsprogramm bis zum 30. September 2020 beantragen können. Es bleibt allerdings beim Förderzeitraum Juni bis August 2020. 

Da dürften nicht nur die Steuerberater aufatmen, sondern auch die Mandanten. Die Ereignisse und Vorwürfe wegen voreiliger, ungerechtfertigter oder gar betrügerischer Anträge um die Soforthilfen, die "jeder" ohne weitere Hürden und Kontrollen stellen konnte, haben ihre Spuren hinterlassen. Durch die Einschaltung der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in den Antragsprozess soll bei den Anträgen auf Überbrückungshilfe die Qualität schon im Vorfeld gesichert werden. Die logische Folge: bei der Sichtung der Voraussetzungen durch fachkundige Experten tauchen jetzt die Zweifels- und Abgrenzungsfragen auch schon im Vorfeld auf.

So heißt es denn in der Pressemitteilung auch weiter: Die Frist­verlängerung begrüßt BStBK-Präsident Prof. Hartmut Schwab: „Es freut uns, dass unsere Alarmmeldungen gewirkt haben. Vor dem Hintergrund der technischen Probleme vieler Kolleginnen und Kollegen beim Registrierungsprozess ist diese Fristverlängerung angebracht. Unser Berufsstand arbeitet am Limit. Die einmonatige Verlängerung verschafft uns nun mehr Luft für die zeitintensive Beantragung. Es könnte aber sein, dass eine weitere Verlängerung notwendig wird, um den Unternehmen wirklich wirksam in dieser Krise zu helfen.“ Dennoch zeigt sich Schwab nicht ganz zufrieden. „Wir haben es noch immer mit vielen Abgrenzungsfragen zu tun. Leider werden diese nur sukzessive im FAQ des Bundeswirtschafts­ministeriums geklärt. Das muss schneller gehen. Unternehmen und Berater benötigen Rechtssicherheit, damit das Programm auch beansprucht wird und kein Papiertiger bleibt.“

Theoretisch können jetzt die Anträge schon auf der Basis der tatsächlichen Zahlen bis August 2020 gestellt werden anstatt aufgrund von Prognosedaten - eine zeitnahe Buchführung vorausgesetzt. Da aber die Mittel gedeckelt sind und somit das Windhundverfahren gilt, sollte man trotzdem mit der Antragstellung nicht zu lange zögern. Man versucht offenbar schon jetzt, den Flaschenhals bei den Antragsmittlern durch die Zulassung weiterer Berufsgruppen als Prüfer bei der Antragstellung zuzulassen und dann könnte bei einer Antragsflut zu erleichterten Bedingungen schnell mal wieder das Geld aus sein.

Antragstellung bei bpw angelaufen

bpw-Partner haben sich bereits frühzeitig beim Antragsportal für die  Corona-Überbrückungshilfen registriert und  für unsere Mandanten mit der Prüfung der Voraussetzungen und in entsprechenden Fällen Zusammenstellung der Anträge begonnen.

Dabei geht es um viel Geld:

Maximale Fördersummen

Die maximale Fördersumme gilt dann, wenn die berechnete Förderhöhe über diesem Höchstsatz liegt. Diese maximalen Fördersummen staffeln sich wie folgt:

  • Die generell höchstmögliche Fördersumme liegt bei 150.000 Euro.
  • Unternehmen und Organisationen bis zu zehn Beschäftigten bekommen höchstens 15.000 Euro.
  • Kleinunternehmen bis zu fünf Beschäftigten und Selbstständige bekommen höchstens 9.000 Euro

Achtung Ausnahme: Da manche Kleinunternehmen sehr hohe Fixkosten haben, können die maximalen Fördersummen im begründeten Ausnahmefall überschritten werden. Dieser Fall tritt ein, wenn die berechnete Förderhöhe mindestens doppelt so hoch liegt wie der Höchstsatz.

Kommt es zur Anwendung der Ausnahmeregelung, wird die Fördersumme wie folgt berechnet:

  • Bei einem Umsatzrückgang zwischen 40 und 70 Prozent im Fördermonat, wird der festgelegte Höchstbetrag ausgezahlt. Darüber hinaus werden die noch nicht berücksichtigten Fixkosten zu 40 Prozent erstattet und zum Höchstbetrag addiert.
  • Bei einem Umsatzrückgang über 70 Prozent im Fördermonat, wird der festgelegte Höchstbetrag ausgezahlt. Darüber hinaus werden 60 Prozent der noch nicht berücksichtigten Fixkosten erstattet und zum Höchstbetrag addiert.

Die Eckpunkte des Programmshaben BMWi und BMF auf der Corona-Sonderseite zusammengestellt.